
Orientierung im Grenzgebiert Westsahara - Mauritanien
Das einzige Bild unseres gescheiterten Versuchs die Grenze nach Westafrika /
Mauritanien (Ziel: Bir Mogrein) zu passieren. Leider war diese Grenze durch eine Erdwall a
la Berliner Mauer für den Bulli und unsere Begleiter "Schote" und Katrin aus
Rostock (im rumänischen ARO
mit Peugeotmaschine unterwegs) nicht zu machen. Wir mußten also doch nach Algerien
ausweichen und die Tanezrouft nach Mali nehmen. Die Grenze Algerien / Niger war damals
wegen Überfällen bereits geschlossen.
Schote und Katrin gingen zurück nach Deutschland und verschifften nach
Walvisbaai (Namibia).
"Stift" (Besitzer des Bullis) traf sie ca. 1 Jahr später in Tansania.
Wir wurden in Nordmali von "Trittbrettfahren" der Tuaregaufstände
überfallen (als Tuareg verkleidete algerische Polizisten, welche uns vorher zur
Vorbereitung des Überfalls an der Grenze in Bordj Mokhtar ca. 4 Std aufhielten). Nachdem
von den Spitzbuben der Versuch, den Bulli zu rauben, nach 15 Metern scheiterte
(hoffnungslos eingesandet - kein Wunder), konnten wir das Auto behalten und verloren
"nur" 2 Schlaf- säcke, 1 Kamera, ca.120 US$, 1 Gitarre, 1 Weltempfänger und 20
l Benzin. Mehr war offiziell nicht aufzutreiben (alle Wertsachen waren im Heizluftschacht
unterm Auto deponiert). Unter den Opfern waren außer uns noch 2 französische
"Gebrauchtwagenhändler" ( unsere Reisebe- gleiter auf der Tanezrouft)
mit einen PKW-Renault mit sehr viel GOODS, so daß die Räuber zufrieden wieder abzogen.
FAZIT:
Schotes Entscheidung war richtig, der ARO (4x4) hätte sonst den Besitzer
gewechselt.
Die Befürchtung, daß Katrin was zugestoßen wäre ist eher unwarscheinlich, da die
Räuber "verhandlungswillig" waren (ich durfte auf Nachfrage noch den Film aus
der Kamera nehmen und das Autoradio mußte doch nicht ausgebaut werden. Meiner Bitte, uns
das Zeissfernglas wieder auszuhändigen, weil es das einzige Vermächtnis meines
Grand-pere ist, wurde statt gegeben)
Das eher aus finanziellen Gründen gewählte Fahrzeug (Bulli)
für unsere 1. Transafrikatour erwies sich hier als optimal, denn jedes geländegängige
Allradvehikel wäre als "Entwicklungshilfespende" in Westafrika verblieben.
Eine Verschiffung von Casablanca nach z.B. Dakar wäre wesentlich
teurer gewesen
NACHTRAG:
In Gao wurden wir von einem Tuareg-Chief
aus der Gegend Kidal mit 5000 CFA entschädigt, da dieser zufällig bei einen Gespräch
zwischen uns und Chez Jean-Claude (Campingplatzbesitzer) beiwohnte. Begründung:
Entschädigung für unser Problem, weil seine Stammesgenossen auch den Beruf der
"Straßenräuberei" ausüben.
Zu dieser Zeit sind in 3 Monaten (Feb., März, Apr.) ca.20 Transsaharaeisende ohne
Auto in Gao eingetroffen sein.
REISELEKTÜRE:

Tuareg von A.V.Figueroa |