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Der Versuch 4/1992 trotz Krise im Sahel (Tuaregaufstände in Niger & Mali) nach Schwarzafrika über Land zu reisen

Nachdem die 3. Polizeikontrolle umfahren war und eine Militärstreife uns endeckt hatte, waren wir nur noch abseits von Pisten unterwegs.
Orientierung im Grenzgebiert Westsahara - Mauritanien

Das einzige Bild unseres gescheiterten Versuchs die Grenze nach Westafrika / Mauritanien (Ziel: Bir Mogrein) zu passieren. Leider war diese Grenze durch eine Erdwall a la Berliner Mauer für den Bulli und unsere Begleiter "Schote" und Katrin aus Rostock (im rumänischen ARO mit Peugeotmaschine unterwegs) nicht zu machen. Wir mußten also doch nach Algerien ausweichen und die Tanezrouft nach Mali nehmen. Die Grenze Algerien / Niger war damals wegen Überfällen bereits geschlossen.

Schote und Katrin gingen  zurück nach Deutschland und verschifften nach Walvisbaai (Namibia). "Stift" (Besitzer des Bullis) traf sie ca. 1 Jahr später in Tansania.

Wir wurden in Nordmali von "Trittbrettfahren" der Tuaregaufstände überfallen (als Tuareg verkleidete algerische Polizisten, welche uns vorher zur Vorbereitung des Überfalls an der Grenze in Bordj Mokhtar ca. 4 Std aufhielten). Nachdem von den Spitzbuben der Versuch, den Bulli zu rauben, nach 15 Metern scheiterte (hoffnungslos eingesandet - kein Wunder), konnten wir das Auto behalten und verloren "nur" 2 Schlaf- säcke, 1 Kamera, ca.120 US$, 1 Gitarre, 1 Weltempfänger und 20 l Benzin. Mehr war offiziell nicht aufzutreiben (alle Wertsachen waren im Heizluftschacht unterm Auto deponiert). Unter den Opfern waren außer uns noch 2 französische "Gebrauchtwagenhändler"   ( unsere Reisebe- gleiter auf der Tanezrouft) mit einen PKW-Renault mit sehr viel GOODS, so daß die Räuber zufrieden wieder abzogen.

FAZIT:   
Schotes Entscheidung war richtig, der ARO (4x4) hätte sonst den Besitzer gewechselt.
Die Befürchtung, daß Katrin was zugestoßen wäre ist eher unwarscheinlich, da die Räuber "verhandlungswillig" waren (ich durfte auf Nachfrage noch den Film aus der Kamera nehmen und das Autoradio mußte doch nicht ausgebaut werden. Meiner Bitte, uns das Zeissfernglas wieder auszuhändigen, weil es das einzige Vermächtnis meines Grand-pere ist, wurde statt gegeben)

Das eher aus finanziellen Gründen gewählte Fahrzeug (Bulli) für unsere 1. Transafrikatour erwies sich hier als optimal, denn jedes geländegängige Allradvehikel wäre als "Entwicklungshilfespende" in Westafrika verblieben.

Eine Verschiffung von Casablanca nach z.B. Dakar wäre wesentlich teurer gewesen

NACHTRAG:
In Gao wurden wir von einem Tuareg-Chief aus der Gegend Kidal mit 5000 CFA entschädigt, da dieser zufällig bei einen Gespräch zwischen uns und Chez Jean-Claude (Campingplatzbesitzer)  beiwohnte. Begründung: Entschädigung für unser Problem, weil seine Stammesgenossen auch den Beruf  der "Straßenräuberei" ausüben.
Zu dieser Zeit sind in  3 Monaten (Feb., März, Apr.) ca.20 Transsaharaeisende ohne Auto in Gao eingetroffen sein.

REISELEKTÜRE:
tuareg.gif (10981 Byte)

Tuareg von A.V.Figueroa

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