Nachdem wir in Lagos (Nigeria) neue Zylinder
und Kolben aufgezogen hatten (die Strecke Anguelhok - Gao in Mali hatten wir bei ca. 50°C
im Schatten und 150°C Öltemperatur wegen Angst vor weiteren Überfällen zu schnell
hinter uns gebracht) standen wir vor Zaire wie vor`m TÜV. "Ob wir mit der
Kiste wohl jemals durchkommen?"
Weil die Zündanlage ständig unter Wasser war, obwohl wir alles mit
Silikon so weit wie möglich abgedichtet hatten, fuhr der Bulli nicht mehr.(Später
stellte sich heraus das die Ursache der mit Wasser gepannschte Sprit war.) Unser Begleiter
Pierre schleppte uns mit dem Landrover die letzeten 20 km bis Kisangani. Dabei
passierte unser einziger Auffahrunfall der gesamten Tour, als Pierrre in einem der großen
Schlammlöcher (in der Regel ca. 0,5 -1 m tief) kurz anhielt um den Allrad
einzuschalten. |

Mit viel Schwung eignet sich der Bulli auch zum surfen
|

Spurstangenreparatur mit Abschleppseil
|
Das einzige was letztlich beim Bulli wirklich
versagte waren die Spurstangen. Durch die von Trucks gezogenen Fahrrinnen war es z.T. nur
möglich zwischen den Spuren (sozusagen auf den erhöhten Stellen zwischen den
Reifenspuren) zu fahren. Wenn wir dann doch abrutschten, konnte es schon vorkommen, daß
beide Räder in entgegengeseztze Richting zeigten.
|

So lange kein Regen fällt kommen wir auch ohne Schneeketten gut voran
|
FAZIT:
Zaire ist wohl
doch besser mit Allrad zu machen.Daß wir die Schneeketten
von unserer letzten Riesengebirgsreise noch im Auto hatten war kein Zufall. Ohne die
hätten wir oft fremde Hilfe benötigt.
Obwohl die 3 Wochen Zaire ein echtes Erlebnis waren, ist ein
längerer Aufenthalt ohne Ortswechsel in politisch labilen Ländern nicht ohne. Pierre
blieb noch 2 Monate in Kisangani und wurde schließlich unter Waffengewalt seines
Landrovers entledigt.
|