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"My
Vote goes to Free Eritrea!"
The Winner of the Red Sea Truck Trophy
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Eritrea ein Jahr nach der Unabhängigkeit |
Nachdem wir in Karthum eine
volle Ladung Plüschtiere, Legobausteine und Quitscheentchen auf einen Pick-up von
"Save the Children - Sweden" verladen hatten, holten wir unsere Flugtickets nach
Eritrea und Äthiopen ab. Aufgrund
der Gewichtsersparnis ohne den ganzen Kinderkram, konnte unser MAN jetzt fliegen. Deswegen
war auch klar: wenn wir in unseren Visa-Anträgen bei Einreise "per Luft"
angeben, müssen wir auch ein paar Flugtickets vorzeigen. Eins nach Asmara und eins nach
Addes. |
Er schmerzte, der erste
Schluck. Aber wir hatten es nach 3 Wochen Sudan mit Fladenbrot + Maramelade und pisswarmen
Nilwasser wirklich nötig. Wir versuchten, auf 2500 m Höhe, bei strömendem Regen in
einer Kneipe in Asmara ein Bier zu kippen, welches dann auch in Birr bezahlt wurde. Doch
kurz nach dem Ansetzen senkten wir die Gläßer mit der Aufschrift "My
Vote goes to Free Eritrea!". Das Zeug war viel zu kalt und zerriß einem den
Hals. Wir waren ENTWÖHNT!
Auf der Fahrt hierher hatten wir dieser Moment schon in x Varianten durchgespielt, so das
wir eigentlich gar kein Auge für die Panzerwracks und gesprengten Brücken entlang der
Strecke übrig hatten. |

In der afrikanischen Stadt Asmara halten die Autos einfach an wenn man die Straße
betritt |

Schwer Vorstellbar ,bei dieser Hitze im Panzer sitzen. |
Als das Bier wieder schmeckte,
meldeten wir uns zur Rallye Asmara - Massawa. Die einzige Verbindung, zwischen einer der
bemerkenswertesten Hauptstädte Afrikas und der sehr heissen, leider zerstörten
Hafenstadt Massawa, ist eine 120 km lange Rennstrecke mit 2500 m Höhenunterschied. Da
diese im italienischen Stil gestaltete Straße repariert wurde, ist sie täglich bis 16.00
Uhr durch ein dickes Seil gesperrt. Um in die Pole Position zu kommen, mußte man also
schon früh am Start sein. Wir standen mit laufender Maschine in der Truckklasse im
vorderen Drittel des Starterfeldes, als das Seil viel. Unsere Taktik war, erst mal
zurückfallen lassen und dann das ganze Fahrerfeld von hinten aufrollen. Dabei war die
erste Phase, das Zurückfallen, am schwierigsten. |
Es ist für Mitteleuropäer
etwas ungewohnt, wenn man auf einer engen Straße mit permanenten Kurven ständig
überholt wird. Wobei die PKW's schnell vorbei sind, aber so ein Sattelschlepper,
polepole. Alle vertrauten auf den, erst im zweiten Teilstück der Strecke einsetzenden,
von Massawa kommenden Gegenverkehr.
Als wir endlich so ziemlich die letzten waren, begann Phase 2. Wir überholten die links
und rechts der Straße abgestürzen oder am Fels zerschmetterten Spitzenreiter. Wenn es
noch eine reale Chance zur Weiterfahrt gab, halfen wir beim Bergen der Sportgeräte.
FAZIT:
3 Wochen ohne Alkohol bereiten erst Sorgen, wenn man wieder welchen hat.
Im Rallyesport zählt nicht nur moderne Technik,
auch die Komponente Mensch entscheidet über Sieg und Niederlage. |

Zwischen den ganzen Russenschrott ein zerschroteter MAN vom Roten Kreuz mit
24.000 km auf der Uhr. |
REISELEKTÜRE:

Mr. Rivers letztes Solo von Meja Mwangi
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