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"My Vote goes to Free Eritrea!"
The Winner of the Red Sea Truck Trophy

In Norderitrea liegt noch ne Menge Russenschrott von 30 Jahren Krieg
Eritrea ein Jahr nach der Unabhängigkeit

Nachdem wir in Karthum eine volle Ladung Plüschtiere, Legobausteine und Quitscheentchen auf einen Pick-up von "Save the Children - Sweden" verladen hatten, holten wir unsere Flugtickets nach Eritrea und Äthiopen ab. Aufgrund der Gewichtsersparnis ohne den ganzen Kinderkram, konnte unser MAN jetzt fliegen. Deswegen war auch klar: wenn wir in unseren Visa-Anträgen bei Einreise "per Luft" angeben, müssen wir auch ein paar Flugtickets vorzeigen. Eins nach Asmara und eins nach Addes.

Er schmerzte, der erste Schluck. Aber wir hatten es nach 3 Wochen Sudan mit Fladenbrot + Maramelade und pisswarmen Nilwasser wirklich nötig. Wir versuchten, auf 2500 m Höhe, bei strömendem Regen in einer Kneipe in Asmara ein Bier zu kippen, welches dann auch in Birr bezahlt wurde. Doch kurz nach dem Ansetzen senkten wir die Gläßer mit der Aufschrift "My Vote goes to Free Eritrea!". Das Zeug war viel zu kalt und zerriß einem den Hals. Wir waren ENTWÖHNT!
Auf der Fahrt hierher hatten wir dieser Moment schon in x Varianten durchgespielt, so das wir eigentlich gar kein Auge für die Panzerwracks und gesprengten Brücken entlang der Strecke übrig hatten.

Asmara blieb zum Glück verschont
In der afrikanischen Stadt Asmara halten die Autos einfach an wenn man die Straße betritt
Massawa empfing uns mit 55°C Luft- und 30°C Wassertemperatur
Schwer Vorstellbar ,bei dieser Hitze im Panzer sitzen.

Als das Bier wieder schmeckte, meldeten wir uns zur Rallye Asmara - Massawa. Die einzige Verbindung, zwischen einer der bemerkenswertesten Hauptstädte Afrikas und der sehr heissen, leider zerstörten Hafenstadt Massawa, ist eine 120 km lange Rennstrecke mit 2500 m Höhenunterschied. Da diese im italienischen Stil gestaltete Straße repariert wurde, ist sie täglich bis 16.00 Uhr durch ein dickes Seil gesperrt. Um in die Pole Position zu kommen, mußte man also schon früh am Start sein. Wir standen mit laufender Maschine in der Truckklasse im vorderen Drittel des Starterfeldes, als das Seil viel. Unsere Taktik war,  erst mal zurückfallen lassen und dann das ganze Fahrerfeld von hinten aufrollen. Dabei war die erste Phase, das Zurückfallen, am schwierigsten.

Es ist für Mitteleuropäer etwas ungewohnt, wenn man auf einer engen Straße mit permanenten Kurven ständig überholt wird. Wobei die PKW's schnell vorbei sind, aber so ein Sattelschlepper, polepole. Alle vertrauten auf den, erst im zweiten Teilstück der Strecke einsetzenden, von Massawa kommenden Gegenverkehr.
Als wir endlich so ziemlich die letzten waren, begann Phase 2. Wir überholten die links und rechts der Straße abgestürzen oder am Fels zerschmetterten Spitzenreiter. Wenn es noch eine reale Chance zur Weiterfahrt gab, halfen wir beim Bergen der Sportgeräte.

FAZIT:
3 Wochen ohne Alkohol bereiten erst Sorgen, wenn man wieder welchen hat.

Im Rallyesport zählt nicht nur moderne Technik, auch die Komponente Mensch entscheidet über Sieg und Niederlage.

Aller Kriegsschrott wird gesammelt und wiederverwertet.
Zwischen den ganzen Russenschrott ein zerschroteter MAN vom Roten Kreuz  mit 24.000 km auf der Uhr.

REISELEKTÜRE:
last-solo.gif (8863 Byte)

Mr. Rivers letztes Solo von Meja Mwangi

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