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| Zaire: STOP & GO |
| "Besser schlecht gefahren als gut gelaufen!" heißt
es bei uns zu Hause. Ob das auch im afrikanischen
Dschungel gilt, sei dahingestellt. Vor allem, wenn man abends noch sieht, wo man
morgens losgefahren ist. Das die Briten von der baumlosen Insel deshalb organisierte
Reisen durch die "Grüne Hölle" anbieten, verwundert uns dennoch. Aber
spätesten hier war es vorbei mit dem passiven "hinten auf der Pritsche sitzen".
Beim pulling, pushing, digging und cutting wurde jede Hand gebraucht. Die
Konstellation war für alle günstig. Wir, die Krauts, hatten die bald zur Neige gehenden
Produktionsmittel (Schaufeln, Äxte, und eine Säge) und unsere angelsächsischen
Begleiter die Arbeitskräfte. Abends, wenn der Urwald zu Leben erwacht, sank jeder
vollkommen verdreckt und erschöpft, trotz Moskitomassaker, in
eine Art Koma. |

Angelsachsen bei Ihrer Lieblingsbeschäftigung
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Rush Hour im Dschungel
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Wie man auch anders durchs Unterholz reisen kann zeigte uns
eine entgegenkommende englische Reisegruppe die sich der Company DRAGOMAN anvertraut hatte.
Sie saß bereits trotz 4x4 und aufgezogenen Schneeketten seit geraumer Zeit in einem
typischen zairischen Schlagloch ( ca.2m tief) fest.
Ursache: der über Nacht nicht abgeschaltete Kühlschrank sowie das
Soundsystem
Wirkung: eine Mud-Hole-Party mit kaltem Bier und eine leere
Starterbatterie |

Fusion zwischen DB, Leyland und IFA
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Mittlerweile hatte sich unser Ifa zum Bergungsfahrzeug auf Zaires Straßen
etabliert. Gesänge wie "We're looking for the Yellow Submarine, ....."
der Pauschaltouristen (in Westafrika sang noch die einheimische Bevölkerung an
Straßenrand) waren an der Tagesordnung. Als Gegenleistung durften wir die englische
Küche genießen. Weiterhin wurden noch zairische Truck's, Toyotas, Landrover und
sogar eine schweizer Ente, unterwegs nach Kapstadt, geborgen.
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Frei nach Schiller |
FAZIT:
Nach 4 Wochen Anspannung und Knochenarbeit konnten wir die britische Art des Reisens mit
australischen und neuseeländischen "Zwangsarbeitern" dann doch nachvollziehen.
Im Dschungel trennt sich die Spreu vom Weizen. Entgegengesetzt
einschlägiger Meinung:
- Nicht alle Overlandtrucks
sind eine Pest.
- Nicht alle individuell reisenden Afrikakenner in top 4x4's sind nette Leute, es sei denn
sie sind auf Hilfe angewiesen
Nach anfänglichen Zweifeln zeigt der IFA, daß besser ist als
sein Ruf. |
| Nach Wüstendurchquerung und
Savannenlandschaft sollte der schwer zu bereisende zentralrafrikanische Teil mit
seiner netten, humorvollen Urbevölkerung (Pygmäen) bei einer transafrikanischen
Reise nicht fehlen. |
REISELEKTÜRE:

Erfahrug Afrika von Joly und Ingo Hoffmann
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